Finkenberg, Brunnhaus

“Griaß di” aus Österreich,

nach 18 Stunden Fahrt sind wir gestern Abend dann auch mal am Finkenberg in Österreich angekommen.

Das Schneechaos in Bayern und der Rückreise Verkehr der Urlauber waren für schnelles Reisen nicht wirklich hilfreich. Rund um Nürnberg und München standen wir ca. 3 Stunden im Stau. Als wir dann endlich Grenze zu Österreich passiert hatten, konnten wir unser Glück kaum fassen, als wir 2 Schneepflüge mit ca. 30km/h nachfolgend über 1 Stunde begleiten durften.

An einer Tankstelle im Tal haben wir dann die Schneeketten montiert um dann den Berg Richtung Finkenberg zu erklimmen. Leider waren die von mir bei Amazon gekauften gekauften DINOKA Schneeketten zwar leicht zu montieren, die Anfahrt am Berg war aber nicht möglich. So rissen teilweise die Bänder oder die Spike Matten verzogen sich einfach auf dem Reifen. Es müssten also klassische Schneeketten her. Die Kollegen brachten nach ca. 1 Stunde einigermassen passende Schneeketten. Auch die Montage dauerte natürlich und gestalte sich Schneekettentypisch nicht einfach. Nachdem die Schneeketten dann montiert waren, ging es auch zügig und ohne Probleme in Richtung Finkenberg.

Leider kommt jetzt der wahrscheinlich unschönste Part vom Urlaub:

Zur unserer Unterkunft sollten wir ein Anwohnerstrasse hochfahren. Diese Strasse hat eine Steigung von ca. 12%. Der Kollege vor mir mit seinem Golf kraxelte mühelos denn Berg hoch. Also richtig Gas geben und mit Anlauf hoch….. dachte ich. Auf der Hälfte kam ich zum stehen. Ein erneutes Anfahren löste dann eine Kettenreaktion aus:

Die Reifen drehten durch und hatten kein Grip mehr. Viel schlimmer war der Umstand, dass der Bulli auf dem eisigen Untergrund ins Rutschen kam. Es war mir jetzt nicht mehr möglich das Auto irgendwie zu halten. Ich rutschte rückwärts die Strasse runter. Wildes Drehen am Lenkrad oder das Ziehen der Handbremse hatte wenig bis gar kein Effekt. Nach ca. 30m Rutschen drehte sich der Bulli mit dem Heck nach Links weg und ich schlug an einer Steinwand ein und kam so zum stehen.

Nachdem Miguel und ich uns gefangen hatten, erstmal aussteigen und Schaden begutachten:

Beide Schneekette hatten sich gelöst. An ein Weiterfahren war nicht mehr zu denken. Wie also das Auto wegbekommen ohne das ich nun weiter die Strasse runterrutsche?

Ein Besuch des  Automobilclubs 2,5 Stunden später brachte die Ernüchterung. Keine Bergung möglich, eventuell kann ja die Feuerwehr helfen. Nach langen Gesprächen stellte sich heraus das erst eine Bergung am nächsten Tag (heute) möglich ist. Der Trecker des Schneeräumdienstes schaffte es letztendlich mich die Strasse hochzuziehen und an einen sicheren Platz abzustellen.

Wie es nun weitergeht werden die folgende Tage zeigen. Auch wenn dieses Ereignis mich total runterzieht, versuche ich noch das Beste aus dem Urlaub zu machen. Die Truppe aus 18 Leuten ist so lustig und hilfsbereit, das ich nicht die ganze Stimmung runterziehen möchte.

Ich möchte mich nochmal ganz recht herzlich bei allen bedanken, das Ihr mich so gut aufgenommen habt und versucht mich aufzubauen. Special Thanks an Angelika, Miguel und Tim, die sich nicht zu schade waren, mit mir zusammen die ganzen Stunden im Auto auszuharren.

Zur Abwechslung hier noch ein paar schöne Bilder von heute (Thx an Tim)

2 thoughts to “Trip to Österreich Anreise und Tag 1

  • Muddi

    Wünsche dir trotz des ganzen Stresses wunderschöne Tage und das dein Bulli ganz schnell wieder flott gemacht werden kann und bin froh, dass nichts schlimmeres passiert ist. Schicke dir ein dickes Knubu

    Antworten

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