Bulli in Bayern

Erste Begegnung mit einem VW Bulli

Das erste Mal das ich einen VW Bulli als Reisemobil wahrgenommen habe, war so ca. Ende der 90er Jahre. Ich war zu Ostern mit meiner damaligen Freundin zum Zelten eingeladen. Am Freitag fuhr unsere ganze Clique zum Ratzeburger See und wir schliefen in einem, wie soll ich sagen, sehr preiswerten 2 Mann Spitzelt. Es war Karfreitag und kalt. Da half auch der dickste Schlafsack nicht.
Als wir durchgefroren morgens aufwachten, war bereits ein anderes Pärchen ebenfalls wach. Bestens gelaunt und sehr ausgeruht. Sie schliefen in einem VW T4 Multivan und konnten einfach die Rücksitzbank umklappen und mit einer Verlängerung verbinden und zu einem Bett umbauen, was ich bis dahin noch nie so gesehen hatte. Den Samstag verbrachte ich eigentlich nur damit den Freund auszufragen, wie das ganze Konzept um den Bulli so funktionierte.
Als wir dann am Sonntag die Heimreise antraten, war für mich klar das ich irgendwann auch mal ein VW Bus / Bulli haben möchte.

Die Vorbereitungen zum Kauf eines VW T5 California

Ich hatte 2016 mittlerweile genug Geld angespart um mir einen VW Bus zu kaufen. Wie bei VW üblich gibt es aber zig Varianten und Ausbaustufen:

  • California Beach oder Comfortline
  • 84PS, 102PS, 114PS, 140PS oder 180PS
  • mit Handschaltung oder DSG Automatikgetriebe
  • und so weiter…

Klar war mir, das ich einen “Comfortline” haben wollte. Dieser hat im Gegensatz zum Beach bereits eine installierte Küche, Kühlschrank und diverse Schränke zum Verstauen. Auch die Standheizung ist bereits Serie.

Recherche via Forum

Nach Lesen diverser Einträge im Caliboard Forum zum Thema “Motor” fiel für mich der 180 PS Motor aus dem Rennen. So gibt es immer wieder Probleme mit Ölverlust ab 100.000km und Austauschmotoren die auf Kulanz von VW getauscht werden, allerdings nur wenn man viel Glück hat. Ich entschied mich daher für den 140 PS Motor. Die anderen Motoren fand ich zu klein für das Leergewicht von fast 2000kg.

Suchen des Bulli in der Wunschausstattung

Natürlich waren alle preislich zu findenden “Calis” eher in Süddeutschland angesiedelt. Nach 3 Monaten fand ich dann einen sehr interessanten California in der Nähe von Stuttgart. Der “Cali” war leider silber, hatte aber sonst meine Wunschausstattung. Ok, dachte ich mir: “Man kann halt nicht immer alles haben”. Per Anruf konnte ich den Bus bis zum Wochenende reservieren.

Am Samstag morgen um 6 Uhr in der Früh ging es dann per Bahn Richtung Stuttgart und von dort mit der S-Bahn in das kleine Örtchen “Winterbach”. Zur Mittagszeit trudelte ich beim Händler ein und suchte auf dem Hof das Auto. Da stand ein California in silber, der hatte aber keine Markise wie auf den Fotos im Internet, auch waren andere Alufelgen montiert. Nach kurzem Austausch führte mich der Händler 4 Autos weiter zu “meinem” reservierten California. Mit Markise, Alufelgen und Er war nicht “Silber”!!! Auf dem Fotos und in der Beschreibung hatte der Händler silber vermerkt. Die offizielle Farbe ist allerdings “sandbeige” was um Längen besser aussieht, für meinen Geschmack.

Probefahrt und Check per Diagnose Software war nur noch Formsache. Ein wenig Preisverhandlungen (neue Reifen + Service + TÜV) wurden noch getätigt und dann der Vertrag unterschrieben. Per Bahn, überglücklich, ging es dann zurück nach Hamburg.

VW Bulli California
VW Bulli California

Der Tag der Abholung vom Bulli *freu freu*

Am folgenden Samstag durfte ich mein Bulli dann abholen. Also Freundin eingepackt und mal wieder um 6 Uhr in die Bahn. Am Bahnhof wurden wir von dem Händler mit einem Porsche Panamera abgeholt. Kurze Randnotiz: Dafür das der von draußen so groß aussieht, ist drinnen aber mal ganz wenig Platz. Zurück zum Thema: Nach kurzer Übergabe der Schlüssel und Papiere inklusive kostenlosem neuen Verbandskasten, ging es dann frisch poliert zusammen mit Jasmin zurück nach Hamburg.

Mehr zu dem Thema VW T5 California bzw. Bulli findet ihr hier im Blog